News

Social-Media-Ambiente am Arbeitsplatz

8.05.2015 | Social-Media-Ambiente am Arbeitsplatz

Die Generation Y macht sich breit an deutschen Firmenrechnern:  Schon jetzt sind 47 Prozent aller User nach 1980 geboren. Was das mit dem Thema Cloud zu tun hat? Eine ganze Menge. Denn mit der Zusammensetzung der User ändert sich auch die Art und Weise, wie Software, beispielsweise ein ERP-System, bedient wird. Die meisten werden bald komplett mit dem Internet und seinen Segnungen sowie mobilen Endgeräten und natürlich Cloud-Diensten aufgewachsen sein. Was im Privaten in Form von Social-Media die Beziehungspflege zwischen Personen oder die Nutzung von Daten von überall aus erleichtert, hält zunehmend auch im Unternehmensbereich Einzug. Doch welche Vorteile ergeben sich für die Mitarbeiter und deren Unternehmen? Und wie macht sich die Ergänzung durch eine In-Memory-Technologie bemerkbar?

Der amerikanische E-Learning-Experte Marc Prensky sprach in seinem  2001 erschienen Essay von den Digital Natives und meinte damit die erste Generation, die von Kindesbeinen an mit den Vorteilen des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Nach Prensky zählen dazu alle Post-1980-Geborenen, deren soziales Heranwachsen maßgeblich von PCs, Videospielen, Internet, Smartphone, E-Mails und Social-Media-Diensten geprägt wurde. Sowohl der Zugewinn dieser Technologien als auch die permanente Interaktion damit habe zu einem völlig neuen Denk- und Lernverhalten geführt. Digital Natives würden nicht mehr langsam, Schritt für Schritt, eins nach dem anderen denken, sondern seien es gewohnt, Informationen sehr schnell zu empfangen. „Sie mögen paralleles Arbeiten und Multitasking“, beschreibt Pensky. „Sie bevorzugen Grafiken eher als Text (…). Sie lieben den direkten Zugriff (…). Vernetzt funktionieren sie am besten. Sie kommen bei sofortiger und häufiger Belohnung zur vollen Entfaltung. Sie bevorzugen Spiele statt ‚seriöser‘ Arbeit.“ Modernes Nutzerverhalten prägt Unternehmens-IT Schon heute stellen die ‚Ypsiloner‘ fast 50 Prozent des deutschen Arbeitsmarktes. Für Unternehmen ergibt sich daraus ein vollkommen neues Innovationspotential, für dessen Wertschöpfung sie aber auch die richtigen Rahmenbedingungen schaffen müssen. Unterstützung erhalten sie von den IT-Anbietern, die sich bei der Entwicklung betriebswirtschaftlicher Lösungen zunehmend am privaten Bereich orientieren. Grundlegende Themen sind diesbezüglich Benutzerfreundlichkeit (usability), Mobilität (mobility) und Verfügbarkeit (connectivity). Insgesamt geht der Trend weg von starren modularen Systemen hin zu flexibel erweiterbaren Programminhalten, die am besten per One-Touch von überall her abgerufen werden können. Das standortgebundene Arbeiten verliert hingegen immer mehr an Bedeutung – BYOD (bring your own device) und COIT (Consumerization of IT) sind Akronyme für ein neues Nutzerverhalten, das in besonderem Maße vom Umgang mit der Cloud geprägt sein wird. Das Wolkenungetüm – ein Scheinriese  Mit dem Zuwachs von Smartphones und Tablets im Privaten stieg das Interesse der Nutzer an einem Online-Speicherort, der Daten orts- und geräteunabhängig verfügbar macht. Heute steht fest, dass Cloud Computing die moderne Arbeitswelt zunehmend vernetzen und feste Arbeitsstrukturen nahezu komplett auflösen wird. Und auch IT-Landschaften von Unternehmen werden künftig maßgeblich von der Cloud geprägt sein – denn es ist eine einfache Rechnung: Nimmt die Digitalisierung von Daten zu, steigt auch der Bedarf an Speicherplatz. Cloud Computing wird somit notwendig – und passt ideal zur heutigen Unternehmenswelt: Mittels Webschnittstelle können Unternehmen unmittelbar auf Wachstumsveränderungen reagieren, indem sie sämtliche Kapazitäten der modernen Informationstechnik beliebig nach oben oder unten skalieren. Die Cloud stellt Speicher, Plattform, Rechenleistung, und Software dynamisch zur Verfügung und sorgt neben der besten Rechenleistung für eine effektive Kostenreduktion. Firmen können die einst starren Systeme beliebig auf- oder umrüsten und zahlen an Lizenzgebühren lediglich das, was sie wirklich benötigen. Der deutsche Mittelstand verhielt sich lange Zeit zurückhaltend gegenüber den Angeboten aus der Cloud. Häufigstes Hemmnis sind nach wie vor Sicherheitsbedenken, denn wer gibt schon gern die heiligsten Daten außer Haus? Besonders zögerlich verhalten sich die Branchen Gesundheit/Pharmazie, Öffentliche Verwaltung, Konsumgüter, Handel/Distribution und verarbeitende Industrie. Es gleicht einem Paradoxon: Während die Mehrheit deutscher Unternehmen bereits Cloud-Dienste einsetzt oder zumindest schon passende Strategien dazu erarbeitet, herrscht immer noch großes Misstrauen gegenüber den Rechenzentren der Cloud-Provider. Laut einer 2014 durchgeführten Studie des Ponemon Institute gehen 75 Prozent davon aus, dass sich Cloud-Anbieter nur unzureichend an Datenschutz-Gesetze oder Compliance-Richtlinien halten würden. Große Anbieter schaffen Vertrauen Einen deutlichen Wachstumsdämpfer erhielt Cloud Computing 2013 durch die NSA-Affäre, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit dem Hightech-Verband BITKOM ermittelte. Aktuell steigt die Nachfrage aber wieder deutlich an: 70 Prozent der Unternehmen ab 2.000 Mitarbeiter vertrauen auf die Angebote aus der Cloud und auch der Mittelstand ist mit knapp 40 Prozent so gut vertreten wie nie zuvor. Vor dem Hintergrund des neuen Nutzerverhaltens arbeiten SAP-Channel Partner wie beispielsweise die cormeta ag aus Ettlingen vermehrt daran, monolithische Branchenlösungen mit flexiblen Cloud-Inhalten aufzubrechen. Zur Strategie gehören die sogenannten SAP-Cloud-Applications, mit denen gewisse Branchen gezielt unterstützt werden. Als Mittelstandsexperte kümmert sich die cormeta ag seit vielen Jahren verstärkt um die Bereiche technischer (Groß-) Handel, Handel mit Industrietechnik, Kfz-Teile- und Reifenhandel, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie. „Einige Prozesse dieser Branchen lassen sich ideal in der Cloud abbilden – zum Beispiel der Bereich Human Ressource, Customer oder Logistik“, weiß cormeta-Vorstand Holger Behrens. „Hier bieten wir bereits tadellose Lösungen, die auf die gesamte Bandbreite der SAP Cross Applikation zurückgreifen und so das moderne Nutzerverhalten optimal unterstützen.“ Sales-Applikation für optimalen Zugriff von unterwegs Mit der SAP-Cross-Applikation werden betriebswirtschaftliche Prozesse system- und unternehmensübergreifend in eine Anwendungsoberfläche integriert. Der Anwender hat dabei die Möglichkeit, seine Startmaske mit tagesaktuellen Werten und flexiblen Inhalten zu belegen. Bei den cormeta Apps greifen also mit SAP JAM-Social Collaboration, Enterprise Analytics, Mobility und Business Network alle modernen Vorteile der Cloud. Orts- und geräteunabhängig erhalten Anwender auf diese Weise einen ganz individuellen Zugriff auf die Branchenlösung. cormeta spricht in diesem Zusammenhang vom „Hosentaschenbüro“, das auf sämtlichen mobilen Geräten benutzerfreundlich und beliebig erweiterbar ist. Dazu gehört beispielsweise bei der Cloud-for-Customer-Lösung das ‚adden‘ (posten) von aktuellen Finanz- und Unternehmensdaten, die Integration externer Karten- und Routenplaner, die automatische Adressprüfung sowie die Listung von Kunden- und Lieferdiensten. Gleichzeitig haben moderne Business-User die Möglichkeit, soziale Netzwerke, aktuelle Nachrichtenportale sowie Messenger-Dienste zur Unterstützung der Teamarbeit einzubinden. „Wir haben die Oberflächen nach modernen Maßstäben sehr übersichtlich und intuitiv gestaltet, sodass sich Sales-User in ihrer jeweiligen Rolle stets auf das Wesentliche konzentrieren können“, erklärt Holger Behrens. „Darüber hinaus bieten wir eine Reihe von Schnellerfassungsmöglichkeiten, mit denen Angebote und Abschlüsse auch von unterwegs aus erstellt werden können und die dann in Echtzeit an die Branchenlösung rückgemeldet werden“. In-Memory-Technologie steigert Prozessgeschwindigkeit  Eine wichtige Rolle spielt dabei der Einsatz von In-Memory-Datenbanken. Im Gegensatz zur herkömmlichen Festplattenspeicherung werden bei der In-Memory-Technologie sämtliche Daten, Indizes und Systemeinstellungen im Arbeitsspeicher des jeweiligen Servers gelagert. Da dieser wesentlich höhere Zugriffsgeschwindigkeiten als Festplattenlaufwerke bietet, ergibt sich für prozessorientierte Unternehmen eine wesentliche höhere Automatisierung und Performancesteigerung. „Damit gelingt nicht nur die Verwaltung großer Datenmengen, sondern auch die Bearbeitung – sprich Analyse und Auswertung in Echtzeit“, so die Erfahrung von Holger Behrens aus SAP HANA-Projekten. „Die Vereinheitlichung von Analyse- und Transaktionsdaten ermöglicht zudem, immer die aktuellsten Daten auszuwerten, was nicht nur entscheidende Vorteile bei der Kennzahlenüberwachung bringt.“ Wettbewerbsvorteile für mittelständische Unternehmen Auch hier wird Cloud Computing speziell für mittelständische Unternehmen attraktiv. In Zeiten des Preisdrucks und verschärfter Konkurrenz liegt ein Schlüssel für mehr Erfolg in einer flexiblen, kundenfreundlichen Arbeitsweise. Wettbewerbsvorteile werden hier zum Beispiel durch eine schnelle Auskunftsfähigkeit geschaffen. Besucht der Vertriebsmitarbeiter einen Kunden vor Ort, kann er anhand der Cloud-Lösung genaue Aussagen zu Preisen, Bestellmengen, Qualitätsmerkmalen und Rabattstrukturen treffen. Sogar Preisschwankungen, wie sie beispielsweise bei Rohstoffen häufig vorkommen, können nahtlos in die Angebotserstellung mit eingerechnet werden.

Kommt es zum Abschluss wird der Auftrag unmittelbar angestoßen und das Ergebnis gleich in die Vertriebs-Abschlussrate eingerechnet. Diese kann der Außendienstmitarbeiter ebenso wie die monatliche Absatzprognose bequem der Startseite anheften, sodass er die angestrebte Leistung und den erbrachten Erfolg stets im Blick hat. Die Startseite bietet gleichzeitig eine interaktive Übersicht über alle anstehenden Aktivitäten und ordnet zum Beispiel mit übersichtlichen Diagrammen Vertriebs-Leads nach Status. Sämtliche Veränderungen, die sich durch einen Abschluss ergeben, wandern dann über die Cloud direkt in das ERP-System, wo sie für Analysen und Auswertungen bereitstehen. Dazu gehören auch mögliche Folgeaufträge, potentielle Neu-Leads sowie Aussagen von Kunden, die das Marketing betreffen.